„Favela Ikea“

Alljährlich locken während der Internationalen Möbel Messe in Köln die Passagen unzählige Besucher in die Domstadt. Deren Schwerpunkt liegt im Design – und manchmal auch in der Kunst. Zu letzterer zählt die Ausstellung „Favela Ikea“ von Axel Kreiser und CD Geissler im Rheinauhafen.

„Die Anmut der Armut“ – so beschreiben sie ihr gemeinsames Projekt, das aus Fotomontagen und einer Installation besteht. Im Mittelpunkt: Sperrmüll. Der war vorgestern noch modische Einrichtung und sollte gestern als „Brennstoff in die Müllverbrennung“ wandern. Stattdessen dient er heute vielfach Obdachlosen als provisorische „Heimstatt“. Ganze Siedlungen sind so entstanden, Favelas eben.

Die Motive für die Ausstellung fand der Fotograf CD Geissler beim Umherstreifen. Was achtlos vor Türen abgelagert wurde, nutzte er als Vorlage. Er lichtete ab, entwickelte in Schwarz-Weiß und entfernte vom Abzug „alles Überflüssige mit dem Skalpell“. Die Ergebnisse sind Kompositionen und Montagen „in bester Dada-Tradition“, wie er selbst betont.

„Favela Ikea“ wird im Kunsthaus Rhenania in der Bayenstraße 28 gezeigt. Die offizielle Eröffnung mit Empfang findet am 18. Januar zwischen 19 und 22 Uhr statt. An den darauf folgenden Tagen ist die Ausstellung von 12 – 20 Uhr (Di – Sa) und von 11 – 18 Uhr (So) geöffnet.


favela ikea Installation 01favela ikea Installation 03

favela ikea Installation 02Fotos Claus Dieter Geissler
Text Christa Becker



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