Archiv für Oktober, 2009
Loof and Let Dime
Oktober 31st, 2009 • Fundstücke
Tags: Christopher Knowles, Farbwolke, Giovanni Sollima, Loof and Let Dime, Robert Wilson, tramsparency, Typografie, Video, Vimeo
„Loof and Let Dime“ ist ein aufwendiges Video zum Thema Typografie – und wieder mal ein guter Tipp von FARBWOLKE.
Loof and Let Dime from tramsparency on Vimeo.
Musik Giovanni Sollima
Text Christopher Knowles
Stimme Robert Wilson
Tattoo
Oktober 30th, 2009 • schwarz weiß
Tags: Blumenornamente, Funkelnde Sterne, Martin Bruner, schwarz weiß, Tattoo
Gefühlvolle Linien – schmerzhafte Stiche –
und Blumenornamente umranken liebevoll den Arm.
Schattierte Vögel – eingestochen ins Fleisch –
verfolgen jeden kleinsten Muskel.
Funkelnde Sterne – schwarze Pigmente –
wie Gestirne zwischen Leberflecken und weißer Haut.
Süßlich riechende Rosen – tausende Nadelstiche –
und emporsteigende Schlingpflanzen
erschaffen eine Fabelwelt
aus Schwarz auf Weiß.
Text und Gestaltung Jürgen Bohl
Foto Martin Bruner (photocase.de)
Das alljährliche Goodbye: Allerheiligen auf dem Melatenfriedhof
Oktober 28th, 2009 • Goodbye
Tags: Goodbye
Wer am kommenden Sonntag Halloween gut überstanden hat, in Köln oder in der Nähe der Domstadt wohnt und einen erholsamen Spaziergang machen möchte, dem sei Melaten als Ziel empfohlen. Angelegt wurde der Friedhof Anfang des 19. Jahrhunderts nach französischen Vorbildern, besonders beeinflusst von Père Lachaise.
Eigentlich ist ein Besuch ganzjährig empfehlenswert, aber an Allerheiligen wird er zum Erlebnis: Melaten, der sonst bei Einbruch der Dunkelheit schließt, hat seine Tore bis 19 Uhr geöffnet. Straßenlaternen fehlen auf dem 435.000 qm großen Gelände, die einzigen Lichtquellen sind unzählige Kerzen und Grableuchten.
Leider gibt es (noch) keinen Film, der diese besondere Atmosphäre widerspiegelt. Aber einen kleinen Eindruck des Friedhofs vermittelt das folgende Video:
Winterbilder eines Sommerabends
Oktober 26th, 2009 • November
Tags: Magdalena Bergheim, Nebel, November
“Leben im Nebel” hatten wir bereits im Herbst 2006 als November-Thema ausgewählt. Der Text kam von Brigitte Maser, die Bilder von Magdalena Bergheim. Die war sehr überrascht, denn ihre Gedanken waren bei der Entstehung in ganz andere Richtungen gewandert. Hier ihre eigene Beschreibung:
“Linien, wenn sie, wie hier, in feuchte Acrylfarbe gekratzt sind, müssen schnell und unvermittelt entstehen, quasi im Telegrammstil. Diese Zeichnungen entstammen einem Sommerabend: eine Reihe von elf Blättern, die ich später mit Kreide und Bleistift weiter schrieb.
Es sind Winterbilder daraus geworden.
Was da in den Köpfen wächst – Eisblumen, Glück, Phantasien, Musik, böse Geheimnisse oder eben Nebel und Vergessen – und in welche Richtung es weiter rankt … ich weiß es nicht. Die Gedanken sind frei.” Magdalena Bergheim
Bilder Magdalena Bergheim
Gestaltung Jürgen Bohl
Und nun vier weitere Bilder der Serie:
Leben im Nebel
Oktober 22nd, 2009 • November
Tags: Demenz, Nebel, November
Leben im Nebel „Es ist kalt und trübe. Dichter Nebel behindert die Sicht. Fahren Sie also vorsichtig!“, warnt ab November regelmäßig der Wetterfrosch morgens seine Zuhörer im Radio. Meteorologisch betrachtet, ist Nebel eine Trübung der Luft durch Ausscheiden von Wasserdampf in Form von kleinen Tröpfchen, die die Sicht auf wenige Meter beschränkt und alles ringsum im Nichts verschwinden lässt.
Der Nebel: ein Naturereignis, das ganz unterschiedliche Gefühle hervorrufen kann. Ärger, wenn auf der Autobahn das Blickfeld eingeengt wird. Angst, wenn man im Wald die Orientierung verliert und das Unheimliche überwiegt. Oder Faszination, schließlich hat der Nebel manchen Regisseur zu spannenden Filmsequenzen und Literaten zu nachdenklichen Gedichten und Erzählungen über das Leben inspiriert.
Der Nebel steht aber auch als Synonym für den schleichenden Prozess, das eigene Leben zu vergessen. Demenz heißt die medizinische Diagnose und meint, kurz gefasst, die altersbedingt Einschränkung der Hirnleistungen sowie den fortschreitenden Gedächtnis- und Persönlichkeitsverlust. Selbstverständliche Alltagsaktivitäten werden nicht mehr beherrscht, und die Orientierung geht verloren. Man irrt umher, weiß nicht mehr, wo man wohnt, wie man heißt, wer man ist. Die Identität schwindet, und die Erinnerungen an die frühe Vergangenheit werden realer als das Jetzt.
Gefeit ist niemand davor. Denn eine Therapie gibt es bislang noch nicht. Etwa 8 – 13 Prozent aller Menschen über 65 Jahren leiden an Demenz. Als einer der Hauptrisikofaktoren gilt das Alter. Und das lässt sich, unter normalen Umständen, schwerlich vermeiden.
Text Brigitte Maser
Bilder Magdalena Bergheim
Gestaltung Jürgen Bohl
THE ABC 2009 by KID CASH // KLUB7
Oktober 19th, 2009 • Fundstücke
Tags: Klub7, Matchboxen, Mike Okay, The ABC 2009
In gerafften 6 Minuten und 10 Sekunden entsteht ein Kunstprojekt, welches in der Zeit immer und immer wieder neu entsteht.
THE ABC 2009 // KLUB7 from KID CASH // KLUB7 on Vimeo.
THE ABC 2009 // KLUB7
video KLUB7
music “Matchboxen” by Mike Okay // KLUB7, WHAT! WHAT! REC.”
letters KLUB7
pens Molotow
A Last Goodbye to Eberhard Feik
Oktober 18th, 2009 • Goodbye
Tags: Christian Thanner, Eberhard Feik, gestorben, Goodbye, Polizeiruf 110, Schimanski, Tatort, Todestag
Obwohl er bereits vor 15 Jahren starb, wurde Eberhard Feik noch in 2008 in einer Emnid-Umfrage mit 37 Prozent zum beliebtesten Tatort-Kommissar gewählt. Sein “Christian Thanner” war in seiner Korrektheit der ideale Gegenpart zum “Ruhrpott-Proll” Horst Schimanski (dargestellt von Götz George).
Geboren wurde er am 23. November 1943 in Chemnitz, aufgewachsen ist er in der Nähe von Köln, wo er auch sein Studium der Theaterwissenschaften und eine Schauspielschule absolvierte. Als Schauspieler arbeitete er an den Theatern in Köln, Krefeld, Stuttgart, Frankfurt und der Berline Schaubühne. Als Regisseur inszenierte er u.a. Shakespeare, Schiller, Ibsen und Brecht. Von 1981 bis 1991 verkörperte er in 29 Tatort- und zwei Polizeiruf 110-Folgen den Thanner. Bereits 1988 erlitt er während der Dreharbeiten einen Herzinfarkt. Am 18. Oktober 1994 war es wieder das Herz, das während einer Fahrradtour im Schwarzwald seinen Dienst versagte.
Wer sein Grab im Internet besuchen sich in ein virtuelles Kondolenzbuch eintragen möchte, hat hier Gelegenheit dazu: http://www.promigrab.de/eberhard-feik
Mit einem Ausschnitt aus “Total Normal”, in dem er sowohl als Feik als auch als Thanner auftrat, möchten wir heute an den großartigen Schauspieler erinnern.
magazinXY – ein ♥ (Herz) für Blogs
Oktober 16th, 2009 • Fundstücke
Tags: Ein Herz für Blogs

Heute ist Ein ♥ für Blogs-Tag – eine von Stylespion ins Leben gerufene Aktion, bei der jeder seine Lieblings-Blogs nennt. Unsere liebsten Blogs:
www.thedeadcocks.com – Songs von Menschen, die genauso tot sind wie die Pelztiere, die für Max Mara sterben müssen
http://farbwolke.de – die schönsten Webseiten, Designs & Portfolios
http://blanketmagazine.com – Uncovering Art + Design + Photography
http://designreviver.com – Coole Design-Tipps
und natürlich http://stylespion.de
Mein liebster Schwarz-Weiß-Film
Oktober 15th, 2009 • schwarz weiß
Tags: Das weiße Band, Dawn by Law, Die Feuerzangenbowle, Krieg der Knöpfe, M - eine Stadt sucht einen Mörder, Mein Freund Harvey, Metropolis, schwarz weiß, Zeugin der Anklage
Der heutige Kinostart von “Das weiße Band” von Michael Haneke beweist es: Nicht alle erfolgreichen Filme müssen farbig sein. Die “fantastische Schwarz-Weiß-Komposition” (so ein Kritiker) erhielt u.a. die Goldene Palme von Cannes. Auch Woody Allen (“Manhattan”), Tim Burton (“Ed Wood”) und Steven Spielberg (“Schindlers Liste”) setzten Meilensteine in klassischem Schwarz-Weiß.
Dein “liebster Schwarz-Weiß-Film”, so lautete eine interne Umfrage bei unserem Magazin. Das Ergebnis ist “eine höchst subjektive Auswahl”. Die wir gerne durch die Favoriten unserer Leser ergänzen und erweitern würden: Einfach Titel und Begründung bei den Kommentaren eintragen.
Down by Law
“Keine Schnitte oder Kameraakrobatik, keine unsinnigen Dialoge als Erklärung für den Zuschauer, keine Orchester füllende Musik und insbesondere – keine Farben. Weil man die Hitze so spürt, die Langeweile, das brütende Schweigen und die tote Zeit. Weil eine banale Geschichte – drei Typen brechen aus dem Gefängnis aus – so märchenhaft poetisch sein kann. Weil es so viele schöne Bilder gibt and because we all scream for ice cream.” Dorothee Freitag
“Die Feuerzangenbowle und Heinz Rühmann? Oder Heinz Rühmann und die Feuerzangenbowle? Es gibt Dinge, die lassen sich einfach nicht trennen. Seit frühester Kindheit haben mich Schauspieler und Film begleitet, da mein Vater leidenschaftlicher Fan ist. Ich habe vor allem mitgenommen, dass es die berühmte Feuerzangenbowle auch Silvester live zu Hause gab. Denn auch in flüssiger Form ist sie sehr zu empfehlen.” Corinna König-Wildförster
METROPOLIS von Fritz Lang. Denn in diesem Stummfilm ist nicht die Handlung, hier ist jedes Bild inszeniert. Er ist pure Fotografie.
Claus Dieter Geissler
Mein Freund Harvey
“Von einem Nervenarzt mit der Allerweltsweisheit ‘Wir alle müssen früher oder später der Wirklichkeit ins Auge sehen’ konfrontiert, antwortet Elwood P. Dowd: ‘Wissen Sie, ich habe mich mit der Wirklichkeit 40 Jahre abgeplagt, Doktor, und ich bin glücklich, sie jetzt endlich überwunden zu haben!’ Der ebenso gutmütige wie glückliche Privatier (dargestellt von James Steward) verdankt die Überwindung der Wirklichkeit einerseits seiner Vorliebe, in Bars ‘einen lüpfen’ zu gehen, und andererseits seinem unsichtbaren Freund Harvey, einem 2,10 Meter großen Hasen. Um letzteren habe ich ihn schon als Kind beneidet. Dass ich damit nicht alleine stand, wurde mir als Erwachsene vielfach bestätigt. Wer – wenn auch nur für kurze Zeit – die Realität mal weit hinter sich lassen möchte, dem sei diese wunderbare Komödie dringend empfohlen. Danach kann man ja immer noch einen lüpfen gehen …” Christa Becker
P.S.: Derzeit gibt es Gerüchte, dass Steven Spielberg plant, den Stoff neu zu verfilmen. Bleibt die Frage, wer die Rolle des Elwood P. Dowd übernehmen kann.

Zeugin der Anklage
“Das von Billy Wilder 1957 verfilmte Gerichtsdrama ist Thriller und Komödie zugleich: Die brillante Story fesselt durch die unerwarteten Wendungen, amüsiert durch wohldosierten Humor und besticht durch die beeindruckende Umsetzung der Darsteller (Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power). Ein eindrucksvoller und erfreulicher Beweis, dass ein Höchstmaß an Spannung auch ohne jede Menge Action und eine Vielzahl von Leichen möglich ist. („Zeugin der Anklage“ ist eine Adaption der 1933 erschienenen Krimi-Kurzgeschichte „Witness for the Prosecution“ von Agatha Christie und wurde als Bühnenstück am 28. Oktober 1953 im Winter Garden Theatre in London uraufgeführt.)” Claudia Bergfried
M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER
“Der Film von Fritz Lang aus dem Jahr 1931 ist ein Meilenstein und ein Klassiker. Peter Lorre spielt die Rolle des psychopathischen Kindermörders Hans Beckert unübertrefflich gut. Da die Polizei ihn nicht fassen kann, schließt sich die Unterwelt mit den Landstreichern zusammen, jagt ihn und stellt ihn vor ein Tribunal, das aus „normalen Berufsverbrechern“ besteht. In seinem Plädoyer offenbart Beckert seine Hilflosigkeit: ‘Immer muss ich durch Straßen gehen und immer spür’ ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe. Aber ich kann nicht. Kann mir nicht entkommen.’ So bleibt es dem Zuschauer überlassen, was er für schwarz oder weiß hält. Der Film ist ein Meisterwerk, das unter die Haut geht.” Özgü Ülger
Krieg der Knöpfe
“Ein höchst amüsanter Film, der mit Charme, kindlichem Anarchismus und viel Witz die Absurdität des Krieges zeigt. Erzählt wird die Geschichte einer Dorffehde. Seit Generationen bekriegen sich die Jungen zweier verfeindeter französischer Dörfer, auch wenn mittlerweile keiner mehr weiß warum. Mit Witz und Einfallsreichtum kämpfen die Jungen gegeneinander und nehmen den Ärger zu Hause billigend in Kauf. Bis die beiden Anführer gemeinsam ins Internat gesteckt werden – und sich dort anfreunden. Doch der Krieg im Dorf geht nun an die nächste Jungengeneration, bis schließlich der Kleinste in der Gruppe, Petit-Gibus, erkennt wie unsinnig diese Fehde ist: ‘Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mitgegangen.’” Brigitte Maser
“Meine Eltern hatten einen Fernseher von Philips: aus furniertem Holz, mit Drehköpfen und ohne Fernbedienung. Qualität gebaut für die Ewigkeit. Es dauerte zwei Minuten, bis das Bild erschien: Alles ohne Farbe – von Biene Maja über Doctor Snuggles bis hin zur Sesamstraße. Bis der Fernseher endlich seinen Geist aufgab. Mein liebster Schwarz-Weiß-Film? Begeisterung gleich Null. Eher die Erinnerung an eine farblose Fernsehwelt mit Kinder-Idolen in Schwarz-Weiß. Ich liebe die Farbe im Film.” Jürgen Bohl
Streetart: MUTO a wall-painted animation by BLU
Oktober 13th, 2009 • Fundstücke
MUTO – an ambiguous animation painted on public walls
Made in Buenos Aires
Animation and editing BLU
Assistant Sibe
Music Andrea Martignoni
Produced Mercurio Film
Mehr Infos über BLU unter www.blublu.org
Weitere Streetart Artikel unter:
Ein Film über Aufkleber
Best of Part 1
Barcelonas Streetart
















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