Archiv für Heimatkunde

Rosenmontag

An alle nimmermüden Jecken: Viel Spaß beim Rosenmontagszug!

http://www.flickr.com/photos/santacruiser/2246500171/

Außer Konkurrenz: Das Königin-Pastetchen-Rezept von Mama Bohl

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten steht die Frage im Raum: Was gibt es Heilig Abend bei uns zu essen? Und die Antwort lautet immer: Königin-Pastetchen. Soweit ich mich erinnern kann, gab es nur zwei Mal etwas anderes, sonst immer das Hühner-Ragout mit vielen Kapern und Champignons in einer weißen Sahnesoße, gefüllt in warme Blätterteig-Pastetchen. Mama sagt immer, in kalten schmeckt das nicht, das habe sie mal in Belgien gegessen.

Ich freue mich schon jetzt, im Januar, auf die Königin-Pastetchen an Heilig Abend.

koeniginnenpastetchen_bohl

Königin-Pastetchen-Rezept:

Suppenhuhn kochen,
Fleisch abmachen, klein schneiden

Für die Soße:
Butter anschwitzen,
Mehl einstreuen,
mit Hühnerbrühe und Champignonsaft (aus der Dose) binden, bis eine dickflüssige Mehlschwitze entsteht.
Mit Sahne verfeinern,
mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und Maggi abschmecken,
Kapern, klein geschnittene Dosenchampignons und klein geschnittenes
Hühnerfleisch in die Soße geben und vermischen.

Pastetchen im Backofen erwärmen,
Ragout in Pastetchen füllen und servieren. Guten Appetit!

Rezept Johanna Bohl
Foto und Text Jürgen Bohl

Königin-Pastetchen

Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr – dazu zählen auch neue Blog-Rubriken. Eine davon haben wir Heimatkunde genannt. Darin werden wir endlich einen langjährigen Plan umsetzen: Königin-Pastetchen in Köln zu testen. Also Monat für Monat durch ausgewählte Gaststätten ziehen, das eher altmodische Gericht bestellen – und anschließend bewerten. Vorab als Appetitanreger noch ein kurzer Blick auf unser westliches Nachbarland, das die gefüllten Blätterteig-Umhüllungen hervorgebracht hat:

Ihren Namen verdanken sie dem Hofkoch des französischen Königs Louis XV, der die Köstlichkeit Mitte des 18. Jahrhunderts für dessen Gattin Maria Leszczyńska kreierte und sie „bouchées à la reine“, also Königin-Pastetchen, nannte. Während sie in Deutschland heute vorwiegend als traditionelles Weihnachtsessen oder nur in klassischen Caféhäusern serviert werden, kämpfen im Elsass und in Lothringen namhafte Köche um eine Goldmedaille für die beste Zubereitung. Auch wir kämpfen, und zwar um den Erhalt der Pastetchen – und sind für Rezepte und Hinweise, wo es besonders leckere Varianten gibt, sehr dankbar.

Text Christa Becker
Gestaltung Jürgen Bohl

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Begonnen hat unser Projekt als Online-Magazin, fortgesetzt wird es als Blog. Dabei bleiben wir unserem Prinzip treu: Ein Begriff prägt die Themenauswahl der jeweiligen Ausgaben. Ein Begriff, den wir in seiner Tiefe ausleuchten und der damit zu immer neuen sprachlichen und gestalterischen Deutungen einlädt.

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