Archiv für Fundstücke

William Kentridge im MoMA

Eine Woche New York fuer ein Foto- und Filmprojekt – und dann hatte ich auch noch das Glueck, eine wunderbare William Kentridge Ausstellung bewundern zu duerfen. Anbei zwei kleine Schmankerl. Ein ausfuehrlicher Bericht folgt nach Rueckkehr.

Abschied von einem Esel

Eigentlich gehört Politik nicht zu unseren vorrangigen Themen. Aber die verbalen Eskapaden des derzeitigen Außenministers lassen wohl kaum einen kalt. Schon gar nicht Claus Dieter Geissler, der uns den Link zum folgenden Video zusandte. Darin fällt ein Kabarettist aus seiner Rolle und wünscht sich nichts mehr als den politischen Abschied des FDP-Vorsitzenden. Eher ernst, aber sehr empfehlenswert:

Doppelter Feiertag

Es ist ein Tag der Gegensätze: Einerseits haben wir heute den Valentinstag, andererseits beginnt mit dem Chinesischen Neujahrfest das Jahr des Metall-Tigers. Und das gilt zwar als “goldenes Jahr” für Geschäfte, soll aber für Beziehungen “nicht so gut” sein. Lassen wir uns überraschen …

Nichtsdestotrotz ein kleiner Film zum Valentinstag – mit einem geringen Metall-Anteil:

Happy …’s Day! from sodazot on Vimeo.

Braungrüngrau

Eingefleischte Loriot-Fans kennen die Farbe aus seinem ersten Kinofilm “Ödipussi”. Dort wird sie kombiniert mit Schaumolweiß und einem grünlich blauen Braunrotgrau. Die Therapiesitzung des Ehepaares Blöhmann (s. Video 2) haben Anna Schoderer und Sonja Hahn völlig neu gestaltet. Beide studieren an der FH Mainz Medien- bzw. Kommunikationsdesign; die Arbeit entstand in einem Kurs über Wordmovies. Mehr über die Entstehung und ihren Überraschungserfolg erzählen sie in einem Interview.

Wer also schon immer wissen wollte, wie die Lieblingsfarbe von Herrn Blöhmann aussieht, erhält nun endlich eine ausführliche Antwort.

Und nun die Vorlage von Loriot:

New York von oben

Wie im letzten Beitrag versprochen nun also mehr von und über PES. Dessen erster Kurzfilm heißt “Roof Sex” und hält (fast), was er verspricht. Nur die Darsteller sind eher ungewöhnlich …

Auf seiner eigenen Website berichtet PES (dessen Logo wohl nicht zufällig an die Fruchtbonbonmarke PEZ erinnert) vom “Making of …” seines ersten Films im Jahr 2001. Ganze 20 Tage haben die Dreharbeiten gedauert, das Ergebnis umfasst eine knappe Minute. Aber es war der Beginn der Karriere von Adam Pesapane (so sein bürgerlicher Name). Heute arbeitet er nach wie vor an eigenen Projekten, erstellt  Werbefilme für Marken wie Scrabble und Bacardi – oder nimmt Preise entgegen für seine Western Spaghetti.

Zwar nicht sättigend …

… dafür aber sehr originell: Spaghetti mal ganz anders zubereitet. Ein Film von PES, der letztes Jahr in den USA einige Preise gewann. Mehr über den Tüftler und Gestalter origineller Filme im Laufe der Woche.

Alma

Pixar-Mitarbeiter Rodrigo Blaas veröffentlichte letztes Jahr seinen ersten eigenen Animationsfilm: Alma. Der wurde umgehend mit Preisen überhäuft ist derzeit noch im frei im Netz zu sehen. Wir haben ihn eher zufällig auf Vimeo gefunden. Die Qualität der Bilder ist so gut, dass der Vollbildmodus unbedingt empfehlenswert ist. Viel Spaß beim Schauen.

Alma – Season’s Greetings from Monkey Business on Vimeo.

Slinkachu: Little People in the City

Seit 2006 durchstreift er die Straßen Londons, erstellt Szenen mit kleinen, selbstbemalten Figuren und fotografiert sie. Anfangs nur aus dokumentarischen Gründen, mittlerweile mit einer Profikamera. Anfangs versandte er die Fotos an Freunde und veröffentlichte sie in einem eigenen Blog, mittlerweile reißen sich Galerien und Verlage um die Bilder des 30-jährigen Streetart-Künstlers.

Der Edward-Hopper-Fan und “Erzähler dreidimensionaler Geschichten” fotografiert am liebsten morgens, wenn es ruhig ist. Um seine Szenen einzufangen, liegt er dann flach auf dem Boden. Wenn Slinkachu fertig ist, bleiben seine Miniatur-Installationen an Ort und Stelle. Und werden – trotz großer medialer Aufmerksamkeit – im Original zumeist noch immer übersehen.

Wettervorhersage

Für Samstag sind bundesweit bis zu 20 cm Neuschnee angekündigt. Wer noch auf der Suche nach neuen Ideen für den Umgang mit der weißen Pracht ist, dem empfehlen wir einen Blick auf die Beispiele aus dem amerikanischen Blog Cakehead Loves Evil.

Neue Kreationen, die an diesem Wochenende entstehen, würden wir gerne hier veröffentlichen. Fotos einfach per Mail senden an info@magazinXY.de. Und nun: Viel Spaß beim Schneemannbau!

s307651_snowman_massacreheartless-snowmanfunnypart-com-suicidal_snowmans2dirty-snowman Quelle: http://cakeheadlovesevil.wordpress.com

Was Sie schon immer über den Dreikönigstag wissen wollten …

… aber sich mühevoll im Internet hätten zusammen suchen müssen, haben wir hier in Kürze für Sie zusammen gefasst:

Ursprünglich variierte die Zahl der „Weisen aus dem Morgenland“ zwischen zwei und acht. Zur Zahl Drei ist es vermutlich gekommen, da mit Gold, Weihrauch und Myrrhe drei Geschenke benannt waren. Zudem sollten die mittlerweile zu Königen beförderten Sterndeuter die drei damals bekannten Kontinente verkörpern – also Europa, Asien und Afrika.

briefmarken

Das von den Sternsingern auf den Haustüren notierte „C+M+B“ ist nicht das Kürzel von Caspar, Melchior und Balthasar, sondern es steht für „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Vermutlich hat man die drei Namen gewählt, da die Anfangsbuchstaben zu diesem Spruch passten.

Dass man weiße Kreide dafür verwendet, stammt aus einem alten Volksglauben: Dämonen können Weiß nicht erkennen und werden daher „unerwartet vom Segen getroffen“.

In früheren Zeiten waren die Heiligen Drei Könige die Schutzpatronen der „Fallsüchtigen“ (Epileptiker). Zudem sollten sie als Begleiter auf der „letzten Reise“ für eine gute Sterbestunde sorgen.

Die Gebeine waren seit dem 4. Jahrhundert in Mailand zu finden. Erst Rainald von Dassel brachte sie als Kriegsbeute nach Köln. Dort baute man für die wertvollen Reliquien eigens einen Dom und machte sie zu Stadtpatronen.

Köln wurde damit Wallfahrtsort. Noch heute künden Gaststätten mit Namen „Dreikönige“, „Zum Mohren“, „Zum Stern“ oder „Zur Krone“ davon, dass hier in frühen Zeiten der Pilgerweg nach Köln verlief.

Bei „findagrave.com“ ist das Grab der drei Heiligen zu finden:
find_a_grave

Text Christa Becker

Weitere „Dreikönigstag“ Artikel unter:
Wichtige Terminsache

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