Abschied von einem Esel

Eigentlich gehört Politik nicht zu unseren vorrangigen Themen. Aber die verbalen Eskapaden des derzeitigen Außenministers lassen wohl kaum einen kalt. Schon gar nicht Claus Dieter Geissler, der uns den Link zum folgenden Video zusandte. Darin fällt ein Kabarettist aus seiner Rolle und wünscht sich nichts mehr als den politischen Abschied des FDP-Vorsitzenden. Eher ernst, aber sehr empfehlenswert:

A Last Goodbye to Keith Haring

Vor genau 20 Jahren, am 16. Februar 1990, starb der von Pop-Art und Graffiti geprägte amerikanische Künstler Keith Haring an Aids. Obwohl er nur 31 Jahre alt wurde, hat sein markanter Stil, sein unverwechselbares Markenzeichen großen Einfluss auf unsere Bildkultur genommen. Davon künden nicht nur eine Vielzahl von Alltagsprodukten – sie reichen von der Espresso-Tasse über die Handytasche bis zum Hundenapf – sondern auch eine Unmenge an Plagiaten und Nachahmern seiner cartoonartigen Gestaltungen.

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Künstler und Menschen zeigt der 2008 entstandene Film “The Universe of Keith Haring” von Christina Clausen (siehe Trailer). Seit dem 12. Februar sind einige seiner Werke in der Hamburger Kunsthalle in der Ausstellung Pop Life zu sehen. Wer sich selbst einmal in seiner Bilderwelt “austoben” möchten, dem sei das “interaktive Malbuch” auf den Seiten Haring Kids empfohlen. Von der Bedienung anfangs etwas sperrig (immer per Doppelclick markieren!), aber dann ein großer Spaß auch für Erwachsene.

Rosenmontag

An alle nimmermüden Jecken: Viel Spaß beim Rosenmontagszug!

http://www.flickr.com/photos/santacruiser/2246500171/

Doppelter Feiertag

Es ist ein Tag der Gegensätze: Einerseits haben wir heute den Valentinstag, andererseits beginnt mit dem Chinesischen Neujahrfest das Jahr des Metall-Tigers. Und das gilt zwar als “goldenes Jahr” für Geschäfte, soll aber für Beziehungen “nicht so gut” sein. Lassen wir uns überraschen …

Nichtsdestotrotz ein kleiner Film zum Valentinstag – mit einem geringen Metall-Anteil:

Happy …’s Day! from sodazot on Vimeo.

Auf dem Jahrmarkt – Das Making-of

Eine Geisterbahn als Fotocollage: Was hier in 20 Sekunden abläuft, dauerte in der Entstehtung mehrere Tage. Schienen legen und mit Ketten verbinden, Totenköpfe aufmalen, Puppenarme aufhänge, Kisten, Rohre, Zahnräder und undefinierbaren Unsinn positionieren. Dann ein “Dreck-Filter”, hier und da noch etwas Rost und zum Schluss alles mystisch abdunkeln. Die Geisterbahn war fertig.

Film Jürgen Bohl

Mehr Geisterbahn unter:
Auf dem Jahrmarkt


Auf dem Jahrmarkt

Geisterbahn

Irren auf Schienen – in absurden Fahrzeugen – quer durch die Dunkelheit. Vorbei an rostigen Ketten, die alles zusammen halten. Veraltete Zahnräder, die ineinander greifen und den Irrsinn antreiben, aufgemalte Totenköpfe, die einen anstarren, baumelnde Puppenhände, die im Fahrtwind zu winken scheinen. Undefinierbarer Unsinn aus vergangenen Zeiten.

Auf und ab im Sekundentakt, schäbige Requisiten werden im Eiltempo zur Attraktion und verschwinden wieder. Ein Konstrukt aus Metall, gehalten von Holzbalken, ein Knarren und Knattern, geistige Verwirrung auf engstem Raum. Die Geisterbahn.

Fotocollage und Text Jürgen Bohl

Braungrüngrau

Eingefleischte Loriot-Fans kennen die Farbe aus seinem ersten Kinofilm “Ödipussi”. Dort wird sie kombiniert mit Schaumolweiß und einem grünlich blauen Braunrotgrau. Die Therapiesitzung des Ehepaares Blöhmann (s. Video 2) haben Anna Schoderer und Sonja Hahn völlig neu gestaltet. Beide studieren an der FH Mainz Medien- bzw. Kommunikationsdesign; die Arbeit entstand in einem Kurs über Wordmovies. Mehr über die Entstehung und ihren Überraschungserfolg erzählen sie in einem Interview.

Wer also schon immer wissen wollte, wie die Lieblingsfarbe von Herrn Blöhmann aussieht, erhält nun endlich eine ausführliche Antwort.

Und nun die Vorlage von Loriot:

New York von oben

Wie im letzten Beitrag versprochen nun also mehr von und über PES. Dessen erster Kurzfilm heißt “Roof Sex” und hält (fast), was er verspricht. Nur die Darsteller sind eher ungewöhnlich …

Auf seiner eigenen Website berichtet PES (dessen Logo wohl nicht zufällig an die Fruchtbonbonmarke PEZ erinnert) vom “Making of …” seines ersten Films im Jahr 2001. Ganze 20 Tage haben die Dreharbeiten gedauert, das Ergebnis umfasst eine knappe Minute. Aber es war der Beginn der Karriere von Adam Pesapane (so sein bürgerlicher Name). Heute arbeitet er nach wie vor an eigenen Projekten, erstellt  Werbefilme für Marken wie Scrabble und Bacardi – oder nimmt Preise entgegen für seine Western Spaghetti.

Zwar nicht sättigend …

… dafür aber sehr originell: Spaghetti mal ganz anders zubereitet. Ein Film von PES, der letztes Jahr in den USA einige Preise gewann. Mehr über den Tüftler und Gestalter origineller Filme im Laufe der Woche.

Außer Konkurrenz: Das Königin-Pastetchen-Rezept von Mama Bohl

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten steht die Frage im Raum: Was gibt es Heilig Abend bei uns zu essen? Und die Antwort lautet immer: Königin-Pastetchen. Soweit ich mich erinnern kann, gab es nur zwei Mal etwas anderes, sonst immer das Hühner-Ragout mit vielen Kapern und Champignons in einer weißen Sahnesoße, gefüllt in warme Blätterteig-Pastetchen. Mama sagt immer, in kalten schmeckt das nicht, das habe sie mal in Belgien gegessen.

Ich freue mich schon jetzt, im Januar, auf die Königin-Pastetchen an Heilig Abend.

koeniginnenpastetchen_bohl

Königin-Pastetchen-Rezept:

Suppenhuhn kochen,
Fleisch abmachen, klein schneiden

Für die Soße:
Butter anschwitzen,
Mehl einstreuen,
mit Hühnerbrühe und Champignonsaft (aus der Dose) binden, bis eine dickflüssige Mehlschwitze entsteht.
Mit Sahne verfeinern,
mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und Maggi abschmecken,
Kapern, klein geschnittene Dosenchampignons und klein geschnittenes
Hühnerfleisch in die Soße geben und vermischen.

Pastetchen im Backofen erwärmen,
Ragout in Pastetchen füllen und servieren. Guten Appetit!

Rezept Johanna Bohl
Foto und Text Jürgen Bohl

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